Reisen und begegnen

Vielfältige Eindrücke auf Reisen gewinnen, Menschen in aller Welt begegnen.

Reisen und begegnen

In unzähligen Individual-, ja, Abenteuerreisen mit Rucksack und Kamera habe ich seit 1985 fast alle südostasiatischen, viele mittelamerikanische und südosteuropäische Länder bereist. Während des Studiums erkundete ich 1985 mit einem alten Renault 4 den Osten und Süden Ungarns - ein relatives Abenteuer zu der Zeit, da das Land auf Individualtourismus nicht vorbereitet war. Also musste man wohl oder übel lernen, dass „üditöti” etwas zu trinken und „pörkölt” etwas zu essen ist.

Cyclo, Madame? Das war der Satz, den ich 1995 immerzu hörte, in Vietnam, zu einer Zeit, als Tourismus dort etwas Fremdes, die Fahrradrikscha - das Cyclo - das Hauptfortbewegungsmittel war, und es noch keine Unterscheidung zwischen „tourist class” und der 3. Klasse für Einheimische gab.

Dieselbe Reise brachte mich auch nach Malaysia. Auch hier prägten faszinierende Begegnungen und Landschaften, exotische Küchen und Gewürze das Erlebnis.

Mein Herz habe ich dann aber doch an Thailand verloren, und hier entstand 1996 auch eine weitere mich und mein Leben prägende Passion: In fast Tausendundeinem Tauchgang gehe ich seitdem den Dingen auf den Grund und lasse mich von bunter Korallen- und Kleinstlebewesen-Welt wie auch von majestätischen Großfischen faszinieren.

Die Neugier und die Lust, Menschen in diesem faszinierenden Land wirklich zu verstehen und mit ihnen wahrhaftig zu kommunizieren, hat mich vor mehr als 10 Jahren getrieben, das Thailändische zu erlernen, in Wort und Schrift, was keine einfache oder schnelle Sache war und ist. Seit ich ein Niveau erreicht habe, bei dem ich flüssig, gelassen und verständlich kommuniziere, nehmen mich die Menschen in diesem Land nicht mehr als Touristin wahr, sondern sprechen mich als Kommunikationspartnerin, als Persönlichkeit auf Augenhöhe, an. Wenn ich in alltäglichen Situationen auf diese Weise wahrgenommen werde, macht mir das unglaublichen Spaß” und motiviert wieder fürs Vokabeln pauken und Buchstabenschnörkel malen.

Das Verständnis für eine asiatische Tonhöhensprache hat mir sehr geholfen, mich in das Denken, die Werte, die Grundhaltungen der Menschen in Asien leichter einzudenken und zu -fühlen. Ein Schwerpunkt meiner interkulturellen Arbeit liegt somit auch auf den Kulturen Südostasiens.

Auch in Burma, heute Myanmar genannt, war ich bereits 1998 und dann wieder 2013 und 2014. Interessante, wunderbare Begegnungen mit den Menschen in diesem so lange verschlossenen Land und faszinierende Tempelanlagen und Landschaften prägten diese Reisen.

Und die Abenteuerlust und Lust an den Begegnungen wird mich auch weiterhin auf Pfade führen, die noch nicht ausgetreten sind. So finden in 2019 wiederum Seminare in Schweden, Thailand, Indonesien und der Mongolei statt.